Gedanken – heiss, fettig, lecker!

Ralf Borlinghaus und Thomas Schulz

Ralf Borlinghaus und Thomas Schulz. Zwei Unternehmer, Philosoph der eine und Rechtsanwalt der andere, starten diesen Blog mit der Idee, Ihnen kleine Geschenke zu machen. Für zwischendurch. Mit klugen Fast-Food-Gedanken. In kleinen Portionen, manchmal schwer verdaulich, aber immer lecker mit direktem Zugang zur Seele. Unser Ziel ist Ihre Inspiration. Wöchentlich frisch zubereitet!

Greif Dir eine Portion und gib Deinen Senf dazu!

Nutze für die nächste Portion einfach unseren Lieferservice!

Auf jedem Schiff das dampft und segelt…

ROT: Ein guter Bekannter ist stolze Führungskraft geworden - und hat nun einen Führerschein als Lokführer.

Hitler - der Ver-Führer

WEISS: Zigeunerschnitzel darf man nicht mehr sagen. Der Negerkuss ist verpönt. Aber Führerschein ist immer noch erlaubt?

ROT: Ja - denn ohne große und kleine Führer kommen Politik und Wirtschaft eben nach wie vor nicht aus. Jeder Deutsche weiß wie weiland Guido: Auf jedem Schiff, das dampft und segelt, gibt's einen, der die Sache regelt.

WEISS: Am Ende muss Führung in einer Demokratie jedoch immer eine möglichst professionelle Dienstleistung sein. Der Reiseführer zeigt uns den Kölner Dom. Der Bergführer bringt uns auf den Watzmann. Selbst Friedrich der Große hat sich in einem weisen Moment lediglich als erster Diener seines Preußenstaates verstanden. Als Kunde von politischen Führungsdienstleistungen ist in der Demokratie immer das Volk König.

ROT: Und in der Wirtschaft? Da ist doch jedes Unternehmen immer noch ein Fürstentum für sich, in dem sich Herrschaft und Knechtschaft allenfalls gemildert durch Arbeits- und Betriebsverfassungsrecht ausleben! Die Führungskraft führt dort den abhängig Beschäftigten - weil der sich doch wohl nicht selber führen kann?

WEISS: Sieh es mal so: Die sogenannte Führungskraft ist doch bei Licht betrachtet nichts anderes als ein Einkäufer, der vom Unternehmen die Erlaubnis bekommen hat, bei anderen Mitarbeitern des Hauses Leistungen einzukaufen, die er selbst nicht erbringen kann, für die er aber gesamthaft verantwortlich ist. Daher muss eine Führungskraft nicht viel mehr können als ein Einkäufer kann.

ROT: Die Führungskraft muss also seine Mitarbeiter-Lieferanten genau kennen und wissen was sie bei wem in welcher Komplexität, Qualität, Menge  und Zeit bekommt. Dann sollte sie präzise Bestellungen abgeben und das Gelieferte prüfen und gegebenenfalls reklamieren - auf jeden Fall aber pünktlich und wertschätzend bezahlen. Dabei sollte die Führungskraft immer darauf achten, zu ihrem Lieferanten eine vertrauensvolle, belastbare und auf Langfristigkeit angelegte Beziehung zu gestalten.

WEISS: So ist es! Und glaub mir: So geführt werden die Mitarbeiter-Lieferanten stolz sein, ihren Beitrag in der Wertschöpfungskette zu leisten.

ROT: Dann ist Führen im Grunde so einfach wie Einkaufen?

Lasst's Euch schmecken! (Gebt gerne Euren Senf dazu.)
LG Ralf & Thomas

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