Antoinette, mehr Nettiquette! s’il te plaît

ROT: Verrohung, wohin das Auge blickt! Rücksichtnahme? - Analog wie digital Fehlanzeige! Sind wir in punkto Höflichkeit nicht längst auf den Hund gekommen?

WEISS: Nach Abschaffung von Hof und Adel im Jahr 1789 war das längst überfällig. Höfisches Getue bei gleichzeitig hinterfotzigem Intrigieren braucht kein Mensch.

ROT: Also bei uns herrscht heute bodenständige Biederkeit?

WEISS: Schön wärs! Unsere Eliten ergötzen sich an ausziselierter political correctness, auf deren blankpoliertem Parkett sie sich eleganter und weltfremder bewegen, als weiland die Höflinge Ludwigs des XVI. im Spiegelsaal von Versailles.

Pegida

ROT: Tu as raison! So wie Marie-Antoinette seinerzeit dem Volk zurief, doch Kuchen zu essen, als es kein Brot hatte, bekommen heute die Leute Gesetze und Urteile zu verdauen, die sie immer weniger verstehen und die mit ihrer Lebenswirklichkeit kaum noch etwas zu tun haben. Robespierre lässt grüßen! - Mit der Höflichkeit ist es also aus und vorbei?

WEISS: Vielleicht wird so ein Schuh daraus: Höflichkeit ist die Art und Weise, wie sich Respekt gegenüber anderen Menschen im Sprechen und Handeln positiv ausdrückt. Anders als bei Hofe geht es hier nicht um ein genormtes sondern um ein situativ angemessenes Verhalten.

ROT: Du meinst also Höflichkeit ist heute so etwas wie soziale Geländegängigkeit, die sich gerade dann bewährt, wenn es holprig wird? D` accord! Mehr davon!

Lasst's Euch schmecken! (Gebt gerne Euren Senf dazu)
LG Ralf & Thomas

Kommentare:1

jo

Allein das Wort „Danke“ und „Bitte“ stellt für einige offensichtlich schon eine Herausforderung dar.
Eine Leistung im Betrieb abzurufen bedarf oft keiner Bitte und nach
Erledigung oder Vorab auch kein Danke.
Warum auch, ist doch alles mit Arbeitsvertrag und Gehalt geregelt.

Gleichzeitig wird dann vollmundig über Unternehmenskultur diskutiert.